Bild des Monats

Wärmebild einer Einraumbeute
Foto: Frank Soukup

Was machen die Bienen im Winter?

Sobald die Temperaturen unter 10°C sinken, ziehen sich die Bienen auf den Waben zur Wintertraube zusammen. Solange sie noch Brut haben, halten sie die Temperatur auf 35°C - unabhängig von der Außentemperatur. Ist keine Brut vorhanden, halten sie die Temperatur knapp über 10°C, der Temperatur, bei der Bienen steif werden und sterben. Alle paar Tage wird die Wintertraube - und damit auch der Honig - für einen Tag auf etwa 20 bis 30°C hochgeheizt, denn zehn Grad kalten Honig schlürft man einfach nicht so gut. Um die Energie für diese Leistung aufzubringen, haben die Bienen das Jahr über Nektar gesammelt, zu Honig verarbeitet und eingelagert.
Auf dem Wärmebild einer Einraumbeute kann man deutlich den Sitz der Bienentraube erkennen (rote Färbung). Man sieht aber auch, dass ein Teil der Wärme, die die Bienen erzeugen, nach draußen entweicht. Allerdings liegt die Temperatur an der vier Zentimeter dicken Außenwand in Höhe des Bienensitzes bei nur 4,4°C. Die Lufttemperatur betrug ca. 2°C. Von den 35°C, die in der Bienentraube herrschen (es ist noch Brut vorhanden), kommt draußen also nicht allzu viel an; die Außenwand ist gegenüber der Lufttemperatur gerade einmal knapp 3°K wärmer. Aus dem Flugloch entweicht gar keine Wärme. Der kälteste Bereich ist mit -2°C der Schnee auf dem Dach der Beute.

Der Imkerverein Spandau e.V. wünscht einen guten Start ins Jahr 2022!