Bilder des Monats

Weiden-Sandbiene
Fotos: Sabine Voltmer

Sind Ihnen auf Fußwegen zwischen den Pflastersteinen auch schon kleine Sandhäufchen aufgefallen? Meistens wurden diese von Sandbienen verursacht, von denen in Deutschland 126 Arten bekannt sind. Sandbienen nisten in der Erde und bevorzugen als Nistplatz mehr oder weniger vegetationsarme Stellen auf lehm- löss- oder sandhaltigen Böden. In der Regel baut und versorgt ein Weibchen sein Nest alleine.
Auf den Fotos ist das Weibchen der Weidensandbiene (Andrena vaga) zu sehen. Diese kommen im Frühjahr meist schon Anfang März hervor. Die Männchen schlüpfen im Allgemeinen etwas früher als die Weibchen und fliegen emsig auf der Suche nach Weibchen dicht am Boden umher. Die Weibchen graben nach der Paarung einen 25–60 Zentimeter tiefen Gang in den Boden. An geeigneten Stellen bilden die Tiere Kolonien mit bis zu mehrere Tausend Individuen, in denen allerdings jedes Weibchen ihr eigenes Nest gräbt. Pro Quadratmeter findet man dann etwa 50 dieser separaten Nester. Die Nester bestehen aus einem Gang, der sich am Ende in Nebengänge verzweigt, an deren Ende nach und nach bis zu 10 Brutzellen angelegt werden. Über dem Eingang wird ein etwa fünf Zentimeter hoher Haufen aus Sand aufgehäuft. Ihren Namen verdanken die Weidensandbienen ihrer Spezialisierung auf den Pollen und Nektar von Weiden, den sie anschließend für ihre Brut sammeln. Man zählt sie zu den Beinsammlern, weil sie den Pollen mit verzweigten Haaren an ihren Hinterbeinen transportieren. Bei jedem Verlassen des Nestes wird der Eingang mit Sand zugeschüttet. Ein Klumpen aus Pollen, vermischt mit Nektar, wird in die Brutkammer eingetragen und ein Ei darauf gelegt. Die Zelle wird anschließend mit Sand verschlossen und der Bau einer weiteren Zelle beginnt. Im April oder Mai wird das Nest endgültig vollendet und das Weibchen stirbt. Die Larven ernähren sich von dem Gemisch und sind bereits am Ende des Frühjahrs ausgewachsen und spinnen in der Brutzelle einen Kokon. Darin verharren sie regungslos, bis sie sich im Hochsommer verpuppen. Sie überwintern in ihren Zellen und schlüpfen erst im nächsten Frühjahr. (Quelle: Wikipedia)
Sandbienen sind Wildbienen. Wildbienen sind sehr viel stärker gefährdet als Honigbienen, um die sich die Imker kümmern. Auch Sie können etwas für den Schutz der Wildbienen tun, indem Sie zum Beispiel im Garten oder auf dem Balkon für bienenfreundliche Pflanzen sorgen. Tipps hierfür finden Sie auf unserer Bienenweide-Seite.