Neonikotinoide: Risiko für Bienen - Teilverbot erreicht!

Ein Erfolg der vielfältigen Initiativen für ein Verbot von Insektengiften ist erreicht: Drei bienenschädliche Neonikotinoide (Nervengifte für Insekten) werden europaweit im Freiland verboten. Vertreter der Mitgliedstaaten stimmten am 27. April mehrheitlich für ein Freilandverbot der Insektizide, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Der Einsatz in Gewächshäusern bleibt aber erlaubt. Das teilte die EU-Kommission mit. „Die Gesundheit der Bienen bleibt für mich von größter Bedeutung, weil sie Artenvielfalt, Lebensmittelproduktion und Umwelt betrifft“, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis. Auch Deutschland hat für das Verbot gestimmt. Damit hat die Bundesregierung den Vorschlag der EU-Kommission unterstützt, den Einsatz dieser Insektengifte außerhalb von Gewächshäusern komplett zu verbieten.

Am 28. Februar 2018 hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine lang erwartete neue Studie zur Risikoeinschätzung der drei Pestizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam veröffentlicht. Das Ergebnis: Jegliche Nutzung dieser Neonikotinoide stellt ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar. Damit ist es amtlich: Es gibt keine "sichere" Nutzung dieser Ackergifte!

Neonikotinoide sind Nervengifte für Insekten und führen bei hoher Dosierung zum sofortigen Tod der Tiere. Bei niedrigen Dosierungen wird u.a. der Orientierungssinn beeinträchtigt, so dass die Bienen nicht mehr zu ihrem Volk zurückfinden.

Weitere Informationen zum Thema:
Berliner Zeitung, 28.04.2018
Die Zeit, 27.04.2018
Aktuelle Stellungnahme der EFSA
Vortrag: Neonikotinoide und Bienen
Stellungnahme der Aurelia-Stiftung
Spiegel Online, 28.02.2018