Bienenweide

Was die Wiese für die Kühe ist, sind nektar- und pollenspendende Blütenpflanzen für die Bienen. Die Bienenweide ist die Nahrungsquelle der Bienen; Nektar liefert Kohlenhydrate, Pollen Eiweiß und Fett.
Der Wert der Pflanzen für die Bienen wird, getrennt für Nektar und Pollen, in folgende Gruppen klassifiziert: 0=schlecht, 1=gering, 2=mittel, 3=gut, 4=sehr gut. Zu den guten und sehr guten Nektar- und Pollenspendern gehören unter anderem Raps (Brassica napus), die Esparsette (Onobrychis viciifolia), der Weißklee (Trifolium repens), Bienenfreund oder Büschelschön (Phacelia), der Steinklee (Melilotus), Buchweizen (Fagopyrum), Weiden (Salix), Ahorn (Acer), Kirsche (Prunus), Apfel (Malus domestica), Himbeere (Rubus idaeus), Zwergmispel (Cotoneaster) und Euodia (Tetradium daniellii).
Auf dieser Seite gibt es jahreszeitliche Tipps, was jeder, ob im Garten oder auf dem Balkon, für die Nahrung der Bienen tun kann.
Der Bienenweide-Obmann

November - Dezember: Klatschmohn

MohnDer Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist ein einjähriges Kraut, welches (neben anderen Mohnarten) den für die Bienen biologisch wirksamsten Pollen liefert, jedoch keinen Nektar. Der Klatschmohn blüht in den frühen Morgenstunden und ist meist am Abend verblüht. Die beste Zeit für die Bienen, Pollen zu ernten, ist zwischen 6 und 10 Uhr morgens. Die Pflanzen werden etwa 50 bis 60 cm hoch und blühen von Mai bis August.
Klatschmohn kann bis in den Dezember hinein noch gesät werden, dann wieder von März bis Mai. Es sollen nicht mehr als 2g Samen pro Quadratmeter ausgesät werden, da die Pflanzen sonst zu dicht stehen und sich gegenseitig behindern. Da Mohn ein Lichtkeimer ist, darf der Samen nicht eingeharkt werden. Die Samenkörner sind sehr klein, deshalb empfiehlt es sich, die Samen mit Sägemehl oder Schrot zu mischen, damit gleichmäßiger gesät werden kann. Sät man auf Schnee, ist dies nicht notwendig, da die Samen auf dem Schnee gut zu erkennen sind. Mit der Schneeschmelze sinken die Samen auf den Boden und können dann im Frühjahr keimen.
Die Pollenfarbe ist grünschwarz.
Auch andere Mohnsorten sind gute Pollenspender.

Weitere jahreszeitliche Tipps finden Sie hier.


Literatur

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten - Das Pflanzenlexikon der Bienen-App
Die Bienen-App des BMEL verfügt über ein Lexikon mit über 100 bienenfreundlichen Pflanzen, in dem über verschiedene Merkmale wie Blütenfarbe, Blühzeit oder den besten Standort der Pflanzen informiert wird.
BMEL, 16 Seiten, kostenlos, auch als PDF-Dokument verfügbar
Bestell-Nr: BMEL14018
www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.html
Deutsches Bienenjournal: Spezial Bienengarten
Deutscher Bauernverlag, 52 Seiten, 4,50 €
Bestellnr. 14016
Fitter, Richard; Fitter, Alastair; Blamey, Majorie: Pareys Blumenbuch
Beschreibung von über 2500 europäischen Wildblumen-Arten
Kosmos-Verlag, 356 Seiten, 19,95 €
ISBN 978-3440111895
Frings, Maike: Der Mayener Bienengarten
Viele Tipps für die bienenfreundliche Gestaltung von Hausgärten und öffentlichen Flächen. Beginnend bei der Bodenvorbereitung, über die Pflanzenauswahl und ihrer Kombination in verschiedenen Gestaltungsbereichen bis hin zu fast einhundert Pflanzenportraits mit ihrem Nährwert für Bienen
Bestellung beim Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen
152 Seiten, 6,50 € inkl. Versandkosten
Netzwerk Blühende Landschaft: Wege zu einer blühenden Landschaft
Ein Handbuch für die Gestaltung blühender Landschaften, u.a. mit Listen insektenfreundlicher Pflanzen für Garten und Balkon
Mellifera, 160 Seiten, 14,80 €
ISBN 978-3981466300
Pritsch, Günter: Bienenweide
Porträt von 200 Bienenweidepflanzen, "Trachtfließbänder" mit rund 1000 Pflanzen
Kosmos-Verlag, 168 Seiten, 22,90 €
ISBN 978-3440104811

Bezugsquellen

Wer nicht mit Pestiziden behandelte Pflanzen und Samen kaufen will, sollte sich an die Gärtnerei seines Vertrauens wenden statt zum Baumarkt zu fahren. Befragungen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und von Greenpeace haben ergeben, dass viele in Baumärkten verkaufte Pflanzen immer noch mit Pestiziden (z.B. Neonikotinoiden, die als Hauptursache des Bienensterbens gelten, siehe auch Vortrag unter Dokumente) belastet sind.
Ein guter Ort für den Kauf insektenfreundlicher Pflanzen und Sämereien ist der zweimal jährlich stattfindende Staudenmarkt im Berliner Botanischen Garten. Bei über 100 Ständen von Gärtnereien und Baumschulen findet man eine große Auswahl hochwertiger Pflanzen und Samen. Termine finden Sie unter Termine.

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